Der “hessische Weg”: Landarztquote in Gießen, Frankfurt und Marburg

Auch in Hessen können Studienbewerber:innen ohne Einser-Abitur einen Studienplatz in Medizin erhalten. Zum Beispiel, wenn sie sich dazu verpflichten, nach dem Studium und der Facharztausbildung für zehn Jahre in einer unterversorgten Region oder einem Gesundheitsamt zu arbeiten. 

Bei einem Festakt in Gießen wurden gerade die ersten 58 Studierenden der medizinführenden hessischen Hochschulen begrüßt, die nach dieser Regelung studieren. Sie sollen schon zu Beginn des Studiums gezielt auf die spätere Berufspraxis vorbereitet und durch besonderes Mentoring individuell gefördert werden. Bereits in den ersten Semestern werden praktische Erfahrungen bei Praktika in hausärztlichen Landpraxen gesammelt. In Seminaren wird zudem vermittelt, wie eine Praxis organisatorisch und wirtschaftlich geführt wird.

Im Gegensatz zum regulären Medizinstudium spielt die Abiturnote bei der Bewerbung keine ausschlaggebende Rolle. In einem speziellen Auswahlverfahren wird die persönliche und fachspezifische Eignung ermittelt, die zum Beispiel durch einschlägige Ausbildungen, berufliche Tätigkeiten, Ehrenämter und Freiwilligendienste, sowie durch einen fachspezifischen Studierfähigkeitstest nachgewiesen wird.

Links:

https://www.frankfurt-live.com/nachwuchs-f-uumlr-landarztpraxen-und-gesundheits-aumlmter-148632.html

https://rp-giessen.hessen.de/soziales/hessisches-landespruefungs-und-untersuchungsamt-im-gesundheitswesen-hlpug/studienplatzquote-medizin/der-hessische-weg